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22 NOV 2004,19h                                                                        

Grosse Synagoge

Dohany utca

Budapest


RICHARD EDLINGER

DER ZUG (THE TRAIN)

 

 

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DIRIGENT UND KOMPONIST: RICHARD EDLINGER                 

 

Richard Edlinger, der Chefdirigent des United Philharmonic Vienna, studierte bei Prof. Karl Oesterreicher an der Wiener Musikhochschule,  sowie bei Hans Swarowsky; Miltiades Caridis, Witold Rowicki und Milan Horvat. 1982 schloss er seine Studien ab.

Die ersten oeffentlichen, internationalen Erfolge erzielte er als Preistrager diverser Wettbewerbe, so z.B. beim "Premio Cantelli" an der Mailander Scala, beim ORF- Salzburg, u.a. Zahlreiche Konzerttourneen fiihrten ihn durch fast aIle europaischen Laender; in die USA und den Fernen Osten. Zu den Orchestern, mit denen er zusammenarbeitete, gehoeren neben vielen anderen die Budapester Philharmoniker:; die Zagreber Philharmoniker; die Schlesische Staatsphilharmonie; die Niederosterreichischen Tonkuenstler:; die Staatsphilharmonien van Kosice und Bukarest, sowie das National Symphony Orchestra Taipeh.

1987 gruendete er gemeinsam mit Kammersaenger Heinz Holecek die Kamptalfestspiele in Niederoesterreich.

Weitere Operngastspiele fuehrten ihn an die Wiener Kammeroper; zum Festival "Mozart in Schoenbrunn", an die Stuttgarter Staatsoper; nach Saarbuecken, Luzern, an das Teatro Nacional San Carlos in Lissabon, an das Teatro Verdi in Triest, an das Teatro Colon in Buenos Aires sowie an die Seefestpiele in Moerbisch.

Eine Japantournee mit der "Fledermaus", das Neujahrskonzert in der Suntory-Hall in Tokyo mit anschlieBender Japantournee mit dem Symphonie- orchester der Wiener Volksoper; eine Asientournee mit Konzerten in Singapur  Hongkong, Brunei, Kuala Lumpur, Bangkok, Taipeh, Jakarta, Saigon, sowie ein vielumjubeltes Open-Air Konzert vor den Pyramiden in Kairo dokumentieren Edlingers breitgefacherte Dirigate rund um den Erdball.

Auch bestritt er zwei aufsehenerregende Open-Air Konzerte beim Wiener Donauinselfest vor jeweils mehr als 100.000 Zuhoerern.

Darueberhinaus hat Richard Edlinger Urauffuehrungen in verschiedenen Rundfunkanstalten geleitet, die u.a. ouch seine eigenen Werke produzierten (z.B.: WDR: Balletmusik: "Reaktionen"). Neben seiner vielfaltigen Taetigkeit als Dirigent, die durch zahlreiche CD- Einspielungen bei EMI, Marco Polo und Naxos dokumentiert wird, uebernahm er 1995 die Leitung der Meisterklasse fiir Dirigenten des Wiener Musikseminars.


                                                           

Maximilian Schell, Narrator

Der legendäre Oscar Preisträger Maximilian Schell hat zahllose Auszeichnungen im Laufe seiner außergewöhnlichen Karriere erhalten, einschließlich sechs Oscar- Nominierungen, drei New York Film Critics Awards, mehrere Golden Globes und sieben Bundesfilmpreise.

Schell wurde in Wien geboren als Sohn des Schweizer Poeten Hermann Ferdinand Schell und   seiner österreichischen Frau, der Schauspielerin Margarethe Noé von Nordberg. 1938 musste die Familie Wien verlassen und Schell wuchs in der Schweiz auf. Seine Schauspielkarriere begann er 1954 auf der Bühne und sein Hollywood-Filmdebut 1958 als Gegenspieler von Marlon Brando und Montgomery Clift, in THE YOUNG LIONS (R: Edward Dmytryk). Nur drei Jahre später gewann er den Oscar als bester Hauptdarsteller in Stanley Kramers Film DAS URTEIL VON NÜRNBERG. Darauf folgten weitere Oscar Nominierungen als bester Hauptdarsteller in THE MAN IN THE GLASS BOOTH (R: Arthur Hiller), und bester Nebendarsteller in dem Film JULIA (R: Fred Zinnemann).

Zu seinen Welterfolgen zählen u.a.: TOPKAPI (R: Jules Dassin), LITTLE ODESSA (R: James Gray), THE DEADLY AFFAIR (R: Sidney Lumet), DIE EINGESCHLOSSENEN VON ALTONA (R: Vittorio de Sica), SIMON BOLIVAR (R: Alessandro Blasetti), THE ODESSA FILE“ (R: Ronald Neame), STEINER – DAS EISERNE KREUZ  (R: Sam Peckinpah), A BRIDGE TOO FAR (R: Richard Attenborough), THE CHOSEN (R: Jeremy Kagan), THE ROSE GARDEN (R: Fons Rademakers); und einige deutsche Filme, wie MORGEN IN ALABAMA (R: Norbert Kückelmann), DAS SCHLOSS (R: Rudolf Noelte), JUSTIZ nach Dürrenmatt (R: Hans W. Geißendörfer) und THROUGH ROSES (R: Jürgen Flimm).

1991 arbeitete Schell nochmals mit Marlon Brando in THE FRESHMAN zusammen, seine erste komödiantische Rolle in einer amerikanischen Produktion. Auch spielte die Hauptrolle in TELLING LIES IN AMERICA geschrieben von Joe Eszterhas; 1998 drehte er LEFT LUGGAGE (KALMANS GEHEIMNIS) mit Isabella Rosselini (R: Jeroen Krabbé). Zwei seiner letzten großen kommerziellen Erfolge waren 1998 die Steven Spielberg Produktion DEEP IMPACT (R: Mimi Leder) und 1999 JOHN CARPENTER’S VAMPIRE. 2000 folgten Dreharbeiten zu Henry Jaglom’s FESTIVAL IN CANNES (mit Anouk Aimée und Greta Scacchi) und der Film des American Masterpiece Theatre von Willa Cather THE SONG OF THE LARK.

Schells Karriere als Filmregisseur ist ebenso beeindruckend mit drei Oscar Nominierungen für ERSTE LIEBE, basierend auf der Novelle von Turgenev und DER FUSSGÄNGER. Schell schrieb, produzierte und inszenierte den FUSSGÄNGER, der 49 internationale Preise erhielt, einschließlich des Golden Globe. Weitere Regiearbeiten waren Dürrenmatts DER RICHTER UND SEIN HENKER, die Filmadaption von Horváths GESCHICHTEN AUS DEM WIENER WALD und der Oscar-nominierte Dokumentarfilm MARLENE, welcher den New York Film Critics Award und den National Board of Review Award gewann. MARLENE, eine filmische Collage gilt als wegweisend für einen neuen Filmstil. Alle seine Regiearbeiten erhielten Deutsche Filmpreise.

Schell erhielt eine Emmy-Nominierung für seine Hauptrolle in der Hallmark Hall of Fame Produktion MISS ROSE WHITE (R: Joseph Sargent). Für die Rolle des „Lenin“ in dem HBO Film STALIN (R: Ivan Passer) gewann er den Golden Globe, den Cable Ace Award und wurde nominiert für den Emmy als bester Schauspieler in einer Nebenrolle. Schell spielte die Titelrolle in der deutschen TV Produktion von HAMLET und die Titelrolle in dem mit dem Emmy ausgezeichneten Vierteiler PETER DER GROSSE. Sein HAMLET wurde von Trevor Nunn in seinem Film THE GREAT HAMLETS OF OUR TIME aufgenommen, zusammen mit Laurence Olivier, Jean Louis Barrault, Alec Guiness und Vittorio Gassmann.

Obwohl er für seine Filmarbeit bekannt wurde, blieb Schell immer dem Theater verbunden. 1958 hatte er sein Debüt am Broadway mit Ira Levins INTERLOCK. 1965 spielte er die Hauptrolle in John Osborne’s A PATRIOT FOR ME, zuerst in London am Royal Court Theatre, dann am Broadway. Er spielte zweimal den HAMLET, zuerst unter Gustaf Gründgens, später unter eigene Regie in München. 1966 hatte er innerhalb eines Monats vier Premieren in verschiedenen Funktionen: am Theater in der Josefstadt in Wien als Schauspieler in der berühmten Doppelrolle der VENEZIANISCHEN ZWILLINGE von Goldoni und als Regisseur von Pirandellos ALLES ZUM GUTEN, der Uraufführung seines Stücks HEROSTRAT in Bochum und Premiere seiner Übersetzung von A PATRIOT FOR ME in Bremen (R. Peter Zadek). Fünf Jahre lang, von 1978 – 1982 spielte Schell den JEDERMANN bei den Salzburger Festspielen.

1992 erhielt er den Ehrendoktor vom Spertus College of Judaica in Chicago und unterrichtete als Gastprofessor an der University of Southern California“. 1997 erschien im Bertelsmann Verlag sein erster Roman DER REBELL. Am Broadway feierte er im Frühjahr 2001 einen Triumph im Theaterstück JUDGEMENT AT NUREMBERG, in Los Angeles inszenierte er auf Bitten von Placido Domingo 2001 die Wagner Oper LOHENGRIN mit sensationellem Erfolg.

In der breiten Öffentlichkeit vielleicht nicht so bekannt, ist, dass Maximilian Schell über ein ausgeprägtes musikalisches Talent verfügt. Leonard Bernstein nannte ihn einen „remarkable good pianist“. Schell arbeitete mehrfach mit Claudio Abbado und den Berliner Philharmonikern. Unvergessen blieb ihre Präsentation von Arnold Schönbergs A SURVIVOR FROM WARSAW in Jerusalem. Eine weitere gemeinsame Arbeit war ÖDIPUS REX von Stravinsky in Chicago, die Maximilian Schell mit James Levine in Salzburg, Esa Pekka Salonen in Los Angeles und Christoph von Dohnanyi in Cleveland wiederholte.

Filmographie als Regisseur:

1970      ERSTE LIEBE

1973      DER FUßGÄNGER

1975      DER RICHTER UND SEIN HENKER

1979      GESCHICHTEN AUS DEM WIENER WALD

1983      MARLENE

2002      MEINE SCHWESTER MARIA

 


  JUDIT RAJK, Mutter

Judit Rajk (Contralto),

Judit Rajk absolvierte ihr Gesangstudium an der Franz Liszt Musikakademie in Budapest, an der sie nun selbst an der Abteilung fuer Kirchenmusik unterrichtet.

Sie singt vor allem Lied und Oratorium. Ihr Repertoire reicht von Barock bis hin zur Moderne. so sang sie zahlreiche Urauffuehrungen , wovon viele ihr gewidmet sind.

sie arbeitete mit ungarischen und auslaend. Orchestern zusammen. im Jahr 2000 wurde b ei Hungaroton Classic die Oper ROMAN FEVER von Gyula Fekete mit Judit rajk in der Hauptrolle veroeffentlicht und sie erhielt dafuer hervorragende Kritiken im Opernwelt Magazin. sie arbeitet als freie Kuenstlerin und bereitet auch ihre Doktorarbeit vor. 


 

ADRIANNERÖD, Vater

Adrian Eröd (Baritone),wurde 1970 in Wien geboren. 1996 schloss er sein Gesangstudium an der Hochschule f. Musik u. darstellende Kunst in Wien nach studien bei Prof. Franz Lukasovsky und Walter Berry mit Auszeichnung ab. zwischen 93 u.95 gewann er mehrere Preise in Oesterreich, Polen und Japan, 96 war er  Finalist u. bester oesterr. Teilnehmer am 15. interationalen Belvedere Gesangswettbewerb in Wien, 1998 erhielt er die Eberhard Waechter Medaille f. seine hervorragende Darbietung der Rolle der Billy Budd und Grafen Almaviva.

Als Konzertsaenger beinhaltet sein Repertoire Orffs Carmina Burana, Bachs Mathaeus Passion, das Deutsche Requiem von Brahms, Mendelssohns Elias, Haydns Jahreszeiten. 2002 sang er unter Nikolaus Harnoncourt die Mathaeus Passion mit den Wiener Philharmonikern. 2004/05 wird er mit Ricardo Muti im Vatikan singen. Mit Sir Simon Rattle singt er mit den Berliner Philharmonikern.

Er arbeitete mit Kuenstlern wie Klaus Maria Brandauer, Dennis Russel Devis, Fabio Luisi, u.a.

Nach seinem erfolgreichen Rollendebut als Mercutio in Gounolds Romeo u Julia mit Neil Shicoff und Stefania Bonfadelli an der Wiener Staatsoper 2001, wurde er seit der Saison 2003/04 als Mitglied der Wiener Staatsoper engagiert. Er singt Papageno, Figaro, Barbier, Marcello, Guglielmo, Silvio, Billy Budd und Albert.

2003 wurde er an das Teatro Fenice in Venedig fuer die Rolle des Harlekins in Adriane auf Naxos v. R. Strauss eingeladen

As a concert-singer, Adrian Eröd's repertoire includes Orff's Carmina Burana, Bach's St Matthew-Passion, Ein deutsches Requiem by Brahms, Mendelssohn’s Elias and Haydn's Seasons. In 2002 he performed Bach's St Matthew Passion with Nikolaus Harnoncourt and the Vienna Philharmonic Orchestra and in the 2004/05 season he will sing under Maestro Riccardo Muti in Vienna and the Vatican as well as with Sir Simon Rattle and the Berlin Philharmonic Orchestra.

He works with artists such as Marcello Viotti, Fabio Luisi, Eri Klas, Thomas Hengelbrock, Dennis Russell Davies,Uri Caine, Daniel Hope and Klaus-Maria Brandauer.

After his acclaimed debut 2001 in the Vienna Staatsoper in the role of Mercutio in a new production of Gounod's Romeo et Juliette with Neil Shicoff and Stefania Bonfadelli being his partners he was offered a contract there, and since the 2003/2004 season he is a company member of the Vienna Staatsoper. He sings roles like Papageno, Figaro/II Barbiere di Siviglia, Marcello, Guglielmo, Silvio/Pagliacci, Billy Budd and Albert/Werther.

Before this Mr Eröd was a member of the Landestheater in Linz and the Volksoper in Vienna, performing Guglielmo/Cosi fan tutte, Dandini/La Cenerentola, Billy Budd, Procolo in Donizetti's Viva la mamma, Figaro/II Barbiere di Siviglia, Olivier/Capriccio, Conte Almaviva, Don Giovanni, Dr Falke/Die Fledermaus and others. In 1999 he celebrated a resounding success in the male title role in Debussy's Pelléas et Melisande.

In 2003 he was invited by the Teatro La Fenice in Venice to sing the role of Harlekin in a new production of Richard Strauss' Ariadne auf Naxos.


   LÁSZLÓ FEKETE, Kantor

László Fekete ( Bariton), ist seit 1989 Chefkantor der grossen Synagoge der Dohany Strasse in Budapest. Davor sang er als Chorsolist in dieser Synagoge und auch am Budapester Volkstheater als Komischer Bass italienische Opern. Seine Vorbilder waren: Emil Adam, Chefrabbiner Dr. Adolf Schoener und Sari Raday. ER nahm an Meisterklassen des Kantors Yitzchak Eshel teil. Kantor Fekete sang Konzerte, CD Aufnahmen, Radio und Fernsehaufnahmen uns er wirkte auch in Filmen mit. Sein Repertoire spannt sich von Kantorliedern bis zu Arien, juedischen Musikthemen, juedischen Volksliedern in Yiddisch, Ladino und Ungarisch.

Er sang auch in der Odessa Klezmer Gruppe. Er unterrichtet am Juedischen theologischen Seminar der Juedischen Universitaet in Budapest. Auch war er Gruender und Leiter der ersten juedischen Musikkonferenz in Ungarn.

Seine kuenstlerischen aufgaben fuehrten ihn durch Europa, Israel und Japan.

 


 un...berechenbar,

un...gebrochen,

un...einig,eben

un...garisch.

 

                                                           

                                                                                                                     

VIKTORIA EVA MÜLLER  (lyrics)

lebt bis 1986 in Ost-, nach 1986 in West-, nun in Europa.

An einer Stelle in ihrem Text (”Zauberer, hilf!”) bezieht sie sich auf ein anlässlich seiner Preisauszeichnung im Jahre 1931 veröffentlichtes Interview von Gelléri Andor Endre, in dem er Tätigkeiten aufzählt, bei der Schilderung seiner Laufbahn. Gelléri war einer der größ­ten, ein glänzender Sprachmagier  - ja, Zauberer - der ungarischen Prosaliteratur, inmitten zweier großer Weltbrände.

Hier kurzgefasst seine Biographie:

Geboren am 30. März 1906 in Budapest wird er mit achtzehn schon entdeckt, gilt als hochbe­gabt, wird bald gefördert und unterstützt, von namhaften Literaturgrößen der Zeit. Mit seiner Novelle 'Varázsló, segíts' (Zauberer, hilf) gelingt ihm 1928 der Durchbruch, er debütiert damit im renommierten Literaturblatt 'Nyugat'. Da er sich vom Schreiben alleine nicht über Wasser halten kann, schlägt er sich mit diversen Gelegenheitsjobs durch. 1937 heiratet er Julianna Dreier, wird zweifacher Vater.

Ab 1940 wird er dann als Jude immer häufiger zum Arbeitsdienst einbeordert, verliert bald, infolge der Judengesetze seine Stellung in einer Textilfabrik. Er wird endgültig von seiner Familie getrennt, Arbeitslager folgt. Im November 1944 wird seine Kompanie einwaggoniert und deportiert, und muss zunächst westlich von der Österreich-ungarischen Grenze weiter­malochen. Im März 1945 landet er dann im Konzentrationslager Mauthausen, Mitte April in Gunskirchen.

Er erlebt noch, wie der Lager am 4. Mai von amerikanischen Truppen befreit wird, stirbt aber im selben Monat noch an Typhus – im Alter von neununddreißig Jahren.

Ein Judenschicksal unter tausenden.

Die Autorin möchte aus Respekt und als Verneigung vor ihm Gelléri repräsentieren lassen, ... so viele... Gerade, weil ihm doch gelungen ist, der Vernichtung zu entkommen und so viele in seinen Bildern, in seinen Büchern mit hinüberzuretten – in die Erinnerung.